Bau dir deine eigene Wandbeleuchtung (2)


Einführung:

Eine Wandbeleuchtung ist gut, zwei sind natürlich besser. So möchte ich heute das neuste Kunstmachwerk der Zipfel-Labs vorstellen, eine Low-Cost-Wandbeleuchtung.

Den Bau dieser Lampe hatte eigentlich der werte Herr Architekt unserer Wohnung zu verschulden, da er meinte, ein 20qm Zimmer würde von einer kleinen Terassentür mit Tageslicht nur so durchflutet. Aber dem ist mitnichten so. Darum wart es an der Zeit für etwas mehr Tageslicht zu sorgen und das Zimmer um eine helle Fenster-artige Lampe zu erweitern.

Die Anleitung ist in zwei Teile geteilt. Der erste beschreibt den Aufbau des Lampenkastens, der zweite erläutert den Aufbau der LED-Beleuchtung.

Konstruktionszeichnung – Lampenkasten:

LED_Lampe_Fenster_kleiner_560_370_sml
Der Leuchtenkasten besteht aus zwei Teilen:
1. dem Korpus aus einer MDF-Rückwand und Holzleisten als Seitenelemente.
2. Als Abdeckung und Diffusor dient ein Plexiglas. Die Lichtdurchlässigkeit sollte kleiner als 79% sein, da sonst die LEDs zu stark als Punktleuchtquellen sichtbar sind.

Einkaufsliste Listkasten:

  • MDF-Platte 560x370x10mm
  • Plexiglas-Platte 560x370x10mm
  • 2 Holzleisten 560x60x10mm
  • 2 Holzleisten 350x60x10mm
  • 1 Holzstab 20x20x30mm für Eckverbindung
  • Schrauben

Werkzeugkiste:

  • Schraubendreher/Akkuschrauber
  • Klemmen
  • Zollstock, Winkel, Bleistift
  • Schutzbrille

Kosten:

ca. 10€ für Holz + ca. 15€ für Plexiglas

Bastelspaß-Dauer

  • ~2h

Eckverbindung Lampenkasten, das Loch ist für den Anschluss des Netzteils
Rückwand wird angeschraubt

LED-Leuchtelemente:

Nachdem nun der Lampenkasten fertig ist, fehlt noch das Innenleben, die LED-Leuchtelemente. Die LEDs werden auf zwei 500x100mm lange Lochrasterplatinen aufgelötet. Die Auswahl der richtigen LEDs scheint nur auf den ersten Blick einfach. Hauptsache viel Lichtleistung bzw. mcd, das reicht, mag man da denken. Dem ist aber nicht ganz so. Der Öffnungswinkel spielt hier auch eine wichtige Rolle und der soll in unserem Fall möglichst hoch sein. Schau man bei Ebay gibt es bei den feilgebotenen LEDs entweder einen großen Öffnungswinkel, dafür aber eine geringe Lichtleistung und umgekehrt.
Erst beim Händler pur-led.de bin ich auf ein vernünfiges Angebot gestoßen: Link. Die diffusen 10mm LEDs schaffen beides: hohe Lichtleistung und einen großen Öffnungswinkel. Der Preis ist zwar knackig, aber lässt sich aber mit diesem Gutschein um 6 Tacken reduzieren: „620096“.
3 LEDs werden nun jeweils in Reihe geschaltet und mit einem 25Ohm Widerstand versehen. Somit lassen sich die LEDs ganz einfach an 12V betreiben. Insgesamt kommen 20x 10mm LEDs zum Einsatz und 58 kleine funzelige Piranha-LEDs. Zusammen benötigt die Leuchtelemente 12W, also 1A bei 12V.

Bestücken der LEDs
Fertige LED-Module
Piranha-LED-Test - zu funzelig
Piranha-LED-Test - zu funzelig

Schließlich werden die beiden LED-Module auf Distanzbolzen auf der MDF-Platte des Lichtkastens montiert. Über WAGO-Litzenklemmen und einem Netzteilkontakt wird die Verkabelung zusammengeführt.
Nun kann alles an die Wand geschraubt und feierlich in Betrieb genommen werden:
Verkabelung Lampenkasten
Entfernen der Schutzfolie
Das ist mal hell

Einkaufsliste LED-Module:

  • 2 Lochrasterkarten 500x100mm
  • Litzen
  • mind. 20x 10mm LEDs (warmweiss oder weiss oder beide)
  • Schrauben, Distanzbolzen
  • passendes Netzteil, 12V, Leistung richtet sich nach Anzahl der LEDs

Werkzeugkiste:

  • Schraubendreher/Akkuschrauber
  • Zollstock, Winkel, Bleistift
  • Schutzbrille

Kosten:

ca. 20€ für LEDs (bei 20x 10mm LEDs)

Bastelspaß-Dauer

  • ~4h