Erste Eindrücke vom Kindle 1


Seit einigen Wochen gibt es das Kindle nun in Deutschland. Ich spielte schon länger mit dem Gedanken mir eines zu kaufen und nun die günstige Gelegenheit genutzt und mir ein Kindle bestellt. Da sicherlich einige auch mit dem Gedanken spielen möchte ich ein wenig über meine ersten Erfahrungen schreiben.


Our First Kindles from theunquietlibrary (Flickr)

Direkt nach der Bestellung kam das gute Stück bei mir an. Nachdem ich das WLAN konfigurierte war das Kindle direkt eingeloggt und hat mich mit meinem Namen begrüßt. Anscheinend sind die Geräte also vorkonfiguriert.

Was ich als etwas beängstigend empfinde, ist das man nun per Default lustig im Store shoppen kann ohne jemals ein Password eingeben zu müssen. Daher sollte man wohl das Kindle sowohl gut im Auge behalten und vermutlich auch nicht seinen kleineren Kindern geben.

Preise der Bücher

Die Auswahl an Büchern ist relativ gut, allerdings verlangt Amazon saftige Preise. Ich bin sicher bereit mehr als ein paar Euro für ein E-Book auszugeben – aber 19,99€ für Simon Becket’s Verwesung? Da fragt man sich, ob man mit geringeren Preisen nicht mehr Geld machen könnte. Meine Schmerzgrenze liegt eher bei 8€.

Da ich allerdings viele englische Bücher lese und die Preise dort oft angemessener sind, möchte ich mich nicht zu viel beschweren. Ich kaufe einfach keine E-Books zu solchen Preisen und hoffe darauf, dass irgendwann Vernunft bei den Verlagen einkehrt. Ich bin der festen Überzeugung, dass man mit preisen, die dem Apple Appstore ähnlich sind bessere Ergebnisse erziehlen könnte.

Warum gerade ein Kindle?

Ich besitze ja ein iPad und habe bisher damit eBooks gelesen. Obwohl das recht gut geht merkt man dem iPad schon an, dass es letztlich nicht perfekt dafür ist.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich liebe das iPad. Aber es ist halt nicht in erster Linie für das lesen optimiert.

Beim Kindle ist das anders. Obwohl der Bildschirm nur die Hälfte der Größe hat, finde ich das lesen darauf angenehmen. Es ist in etwa so schwer wie 2 Tafeln Schokolade (200 G) hält sich über längere Zeiten vollkommen angenehm, die Batterie hält länger, der Bildschirm ist besser für Text geeignet.

Auf meinem letzten Urlaub hat sich das Kindle sehr bewährt. Es hat sich einfach besser angefühlt als ein Ipad mitzuschleppen und trotz schwieriger Lichtverhältnisse auf dem Kreuzfahrtschiff war es sehr angenehm darauf zu lesen. Mit dem Spiegelnden Displays des Ipads wäre ich da sicher nicht sehr weit gekommen.

Was sich auch gezeigt hat: Die Akkulaufzeit ist wirklich phantastisch – es war problemlos möglich die Gesamte Kreuzfahrt über mit einer Akkuladung klar zu kommen. Aufladen kann man das Kindle entweder am Computer (über USB) oder auch an Iphone Ladegeräten, die ja auch USB haben.

Was ist schlecht am Kindle?

Schlecht auf dem Kindle lesen sich PDF’s. Bücher mit Sourcecode sind eine wirkliche Beleidigung fürs Auge – dafür scheint der Bildschirm einfach nicht gemacht zu sein.

Fazit

Ich kann das Kindle trotzdem nur empfehlen. Selbst meinem Vater habe ich eins gekauft und ich glaube, dass er nach ein paar erklärenden Worten, beim nächsten Besuch zufrieden damit sein wird.

Wer sich ein Gerät nur zum lesen kaufen will, für den ist das Kindle denke ich zur Zeit eine gute Wahl.


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